Boston

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Boston ist mit mehr als 617.000 Einwohnern die größte Stadt Neuenglands und Hauptstadt von Massachusetts. Bekannt ist die Stadt vor allem für die Boston Tea Party, Auslöser des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges, sowie der Eliteuniversitäten Harvard und Massachusetts Institute of Technology (MIT), die sich strenggenommen nicht in Boston selbst, sondern in Cambridge, befinden.

Sehenswürdigkeiten

Boston ist durch seine einmalige Kombination aus Geschichte und Kultur ein beliebtes Touristenziel, das jährlich von mehr als 14 Millionen Menschen aus der ganzen Welt besucht wird.

Zu Fuß lassen sich siebzehn der historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt durch den Freedom Trail (englisch für: Freiheitspfad), eine ca. 4 km lange Besichtigungs-Route, erkunden. Der Freedom Trail ist durch eine durchgezogene rote Linie auf dem Bürgersteig markiert. Er führt vom Boston Common aus, dem ältesten öffentlich zugänglichen Park der USA, durch die Innenstadt, über den Charles River nach Charlestown und endet dort am Bunker Hill Monument, einem über 64 Meter hohen Obelisken aus Granit. Teil dieser Route entlang der wichtigsten Stätten der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung ist auch das „Old State House“, von dem aus John Adams 1776 die Unabhängigkeitserklärung der USA verkündete.

Eine weitere Besichtigungs-Route ist der 2,5 km lange Black Heritage Trail, der entlang der wichtigsten Stätten der Afroamerikanischen Geschichte führt und dabei bedeutende Stationen der Underground Railway und der Bewegung zur Abschaffung der Sklaverei (Abolotionismus) dokumentiert.

Im Hafengebiet Bostons befindet sich außerdem die „Boston Harbor Islands National Recreation Area“, ein 520 Hektar großes Naherholungsgebiet, das aus den Inseln im Boston Harbor sowie einigen dem Hafengebiet vorgelagerten Inseln besteht. Auf diesen unter Naturschutz stehenden Inseln gibt es Wanderwege und Strände sowie die fast zweihundert Jahre alte Befestigungsanlage Fort Warren und das „Boston Light“, den ältesten Leuchtturm der Vereinigten Staaten, zu sehen. Zu erreichen sind die Inseln über Fähren, von denen aus ein perfekter Blick auf die atemberaubende Skyline Bostons zu werfen ist.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind die zahlreichen Museen der Stadt. Im Museum of Science etwa lassen sich Natur- und Ingenieurswissenschaften interaktiv erkunden und das Museum of Fine Arts ist eines der bedeutendsten Kunstmuseen der USA. Es beherbergt eine bedeutende Sammlung chinesischer, ägyptischer und nubischer Altertümer sowie Gemälde von Rembrandt, van Gogh und El Greco.

Mit den Universitäten Harvard und MIT befinden sich zwei der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Bostons außerhalb der Kernstadt in Cambridge. Über den Campus beider Hochschulen gibt es mehrmals täglich von Studenten geführte Touren, die das Leben und Studieren in diesen, zu den besten Bildungseinrichtungen der Welt gehörenden, Universitäten skizzieren.

Verkehr

Der internationale Flughafen Bostons, General Edward Laurence Logan International Airport, wird von allen großen Fluggesellschaften angeflogen.

Dank des gut ausgebauten Nahverkehrssystems, das aus S- und U-Bahnlinien sowie Bussen besteht, gelangt man von dort aus in unter einer Stunde in die Innenstadt. Aber auch alle wichtigen Sehenswürdigkeiten sind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.

Durch die Autobahnen Interstate 90 und 95, die in der Innenstadt durch einen Tunnel verlaufen, wird ein schnell fließender Verkehr nach Maine, New York City und Washington D.C. gewährleistet. Hierdurch ist Boston auch an ein dichtes Fernbus-Netz angeschlossen.

Darüber hinaus ist der Seehafen, von dem 1773 die Boston Tea Party ausging, einer der größten Häfen der USA. Hier treffen historische Schiffe auf Frachter, Jachten und Kreuzfahrtschiffe neuster Bauart.