Riga

Altstadt von Riga / joyfull/depositphotos.com

Riga ist eine absolute Jugendstilmetropole, eine kreative Kulturszene und Vielzahl von herausragenden Sehenswürdigkeiten prägen und bestimmen das Bild dieser lebendigen Stadt.

Die stolze Hansestadt Riga begriff das Meer immer als Brücke, fremde Eroberer wurden hier weniger als Bedrohung denn als kulturelle Bereicherung empfunden. Mit diesem Brückenschlag kann die lettische Hauptstadt heute eines der größten Jugendstil-Ensembles in Europa sowie zahlreiche Sehenswürdigkeiten ihr Eigen nennen. Der einnehmende Charme des Stadtbildes wird durch verschiedenste Baustile der Zeit bestimmt, vom mittelalterlichen Speicher bis hin zum stalinistischen Betonklotz. Sämtliche Eroberer Rigas hinterließen ihre Spuren und Abdrücke im städtischen Erscheinungsbild und waren gleichzeitig darauf bedacht der Handelsstadt ihre eigenen Rechte und Privilegien zu belassen.

Riga als einflussreiche Großstadt ist ein Ort mit großer historischer Vergangenheit. Als bedeutende Hansestadt und wichtiger Verkehrsknotenpunkt war sie zentraler Schauplatz des Ordensstaates. Mit der Industrialisierung Ende des 19. Jhs. dehnte sich die Stadt stark aus, ganze Jugendstil-Ensembles entstanden und sind bis heute erhalten geblieben. 1997 wurde das städtische Zentrum mit einer Vielzahl von Sehenswürdigkeiten als historisches Vermächtnis zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt. Die bloße Menge und der gute städtebauliche Zustand der Jugendstilarchitektur ist weltweit einzigartig. Dabei konnten sich der mittelalterliche Stadtkern, die Altstadt mit ihren Boulevards sowie die Straßenzüge der Neustadt ihren authentischen Charakter bewahren und sind harmonisch im Stadtbild integriert.

Die Altstadt von Riga mit ihrer hanseatischen Vergangenheit als historisches und geographisches Stadtzentrum ist leichtläufig zu Fuß zu erkunden, prächtige Bauten und Sehenswürdigkeiten erwarten den Besucher. Die „Drei Brüder“ mit dicht beieinander liegenden Giebeln sind drei Gebäude aus dem 15.,17. und 18. Jahrhundert. Die Häuser der Großen und der Kleinen Gilde waren früher Versammlungsorte der Kaufmannszunft und dienen heute als Konzertsaal. Auf dem Rathausplatz befindet sich eines der schönsten Häuser der Stadt, das „Schwarzhäupterhaus“. Die St. Petrikirche mit ihrem 121 Meter hohen Turm überragt die Dächer der Altstadt und gilt als einer der schönsten Sakralbauten des Baltikums.

Weitere Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten sind das „Freiheitsdenkmal“ als Symbol für die Unabhängigkeit der Stadt und der nationalen Einheit des Landes und der Straßenzug „Alberta iela“ mit einer Reihe von architektonischen Prachtbauten als ein Meisterwerk des Städtebaus. Der Zentralmarkt ist der größte und wichtigste Markt in Riga. Die Gesamtfläche der fünf Markthallen beträgt etwa 50.000 Quadratmeter, wobei drei Hallen ursprünglich als Hangars zur Unterstellung von Zeppelinen konstruiert wurden.

In Rīga gibt es etwa 800 Gebäude im Jugendstil, deshalb wird die Stadt auch „Paris des Ostens“ oder Hauptstadt des Jugendstils genannt. Die denkmalgeschützte Altstadt mit ihren Renaissance-und Barockbauten verbindet die Epochen Mittelalter, Jugendstil und Moderne auf eindrucksvolle Art und Weise. Das größte und weltweit einzigartige einheitliche Jugendstilensemble mit seinen Sehnswürdigkeiten macht Riga zur ungekrönten Königin des Baltikums. Unterschiedliche Stadtviertel spiegeln die Stadtgeschichte eindrucksvoll wieder, das eindrucksvolle Ambiente und die lebendige Kulturszene vermitteln einen vornehmen Stil, kühle Eleganz und moderne Weltläufigkeit.

Riga ist ein Ganzjahresziel, die wärmsten Monate sind Juni, Juli und August mit durchschnittlichen Tagestemperaturen von 19 bis 21 Grad. Hauptsaison ist im Sommer und Weihnachten & Silvester.