Wichtige Feiertage in den USA

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Genau wie bei uns in Europa gehören auch auf der anderen Seite des Atlantik Fest- und Feiertage zum festen Bestandteil des kulturellen Lebens. Während in unseren Breiten viele Feiertage jedoch nur noch auf dem Kalender stattfinden und als willkommene Auszeiten vom stressigen Arbeitsalltag dienen, hat der zelebrative Charakter in den USA häufig noch einen größeren Stellenwert. Viele Festtage werden hier noch mit großen Paraden und pompösen Partys gefeiert, auf denen die gesamte Nachbarschaft zusammenkommt, zusammen grillt und musiziert und bis in die frühen Morgenstunden beisammen sitzt. Wir wollen Ihnen die wichtigsten Feiertage im amerikanischen Jahreskalender einmal näher vorstellen.

Der Valentinstag – das Datum für Verliebte

Wie auch bei uns wird in den USA am 14. Februar jedes Jahres der Valentinstag gefeiert. Allerdings hat er hier eine weitaus größere Bedeutung. Besonders unter jungen Menschen ist es in den Staaten sehr verbreitet, dass man Personen, in die man heimlich oder auch unheimlich verliebt ist, kleine Grußkärtchen zukommen lässt, häufig in Verbindung mit selbst verfassten Liebesgedichten, einer Rose oder einer kleinen Nascherei. In Europa hat sich dieser Brauchtum bisher nur ansatzweise durchsetzen können, in den USA ist er hingegen schon seit langer Zeit fest verankert.

Der Geburtstag von George Washington

Als Gründer und erster Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika gilt George Washington, der am 22. Februar 1732 das Licht der Welt erblickte. Da die Amerikaner ein sehr patriotisches Volk sind und mit Stolz auf die Geschichte ihrer Nation zurückblicken, wird der Geburtstag des Staatsmannes jedes Jahr am dritten Montag im Februar festlich zelebriert.

Der St. Patrick’s Day – Feiertag der irischen Einwanderer

Nicht nur in Dublin und Belfast, auch in vielen Städten der USA, die eine große irischstämmige Community beherbergen, feiern jedes Jahr am 17. März den Nationalfeiertag Irlands. So finden etwa in Boston oder Chicago riesige Paraden durch das Zentrum statt, auf denen nicht nur Menschen mit irischem Migrationshintergrund begeistert jubeln und feiern. Genau wie in Dublin werden auch in Boston und Chicago alle Gewässer grün eingefärbt – der Nationalfarbe Irlands. Dazu erklingt den ganzen Tag stimmungsvolle irische Folkmusik, lustige Leprechauns – in Irland beheimatete Kobolde – streifen durch die Stadt und es gibt typisch irisches Gebäck und Whiskey. Auf einer solchen Feier sollte man unbedingt einmal dabeigewesen sein.

The 4th of July – der amerikanische Unabhängigkeitstag

Am 4. Juli des Jahres 1776 wurde in den USA die von Thomas Jefferson verfasste „Declaration of Independence“ verabschiedet – dies bedeutete die Unabhängigkeit der 13 amerikanischen Kolonien vom britischen Großreich und somit die Etablierung der Vereinigten Staaten als eigenständige Nation. Natürlich wird dieses Ereignis im gesamten US-amerikanischen Raum Jahr für Jahr mit großen Veranstaltungen gefeiert. An öffentlichen Plätzen finden Picknicks statt, auf offizielen Militärparaden wird der amerikanische Nationalstolz zelebriert und der Präsident hält eine feierliche Rede an die Nation. Zu etwas anderen Ehren kam der amerikanische Nationalfeiertag in Roland Emmerichs Endzeit-Schocker „Independence Day“ aus dem Jahr 1996.

Halloween – die Nacht der Geister und Gespenster

Zu den wichtigsten Feiertagen in den USA zählt natürlich auch Halloween. Am Abend des 31. Oktobers ziehen Heerscharen von Kindern und Jugendlichen durch die Nachbarschaft und rufen ihr berühmtes „Trick or Treat“ – hierzulande bekannt als „Süßes oder Saures“. In der Nacht finden dann landesweit ausgelassene Feiern mit gruseligen Kostümen, schaurig-schönen Geschichten und wabernder Horrorfilmmusik statt.

Weihnachten – das Fest der Liebe

Der Höhepunkt des amerikanischen Kalenderjahres ist aber – darin unterscheiden sich die USA nicht wirklich von Europa – natürlich das Weihnachtsfest. Am 25. Dezember kommen Familien und Freunde zusammen und feiern die Geburt Jesu in gemütlicher Runde.